Schloss Gartrop

Willkommen auf Schloss Gartrop


VERANSTALTUNGSTERMINE (auch für die Abschlusswoche RUHR 2010 auf Schloss Gartrop) finden Sie hier ... http://www.blumraths.de/index.php

Liebe Besucher des Schlosses und dieser Informationsseite, ich danke Ihnen für das überwältigende Interesse an der Entwicklung dieses historischen Herrensitzes: 6000 Menschen haben sich Anfang Oktober am Tag der offenen Tür auf den Weg nach Gartrop gemacht, um sich einen Eindruck vom Stand der Arbeiten am und im Schloss zu machen und um erstmalig einen Schritt auf das Anwesen zu tun, das bislang für die Öffentlichkeit nicht zugänglich war und zudem in den letzten fünfzehn Jahren in einen tiefen Dörnröschenschlaf gefallen ist, aus dem es wegen ausgesprochen widriger Umstände fast nicht wieder aufgewacht wäre. Obgleich manch einer auch aus reiner Neugier gekommen ist, um sich einmal vor Ort anzusehen, was dran ist an den wilden Gerüchten, die naturgemäß um ein solches Objekt kursieren und von denen die Geschichte von der Torzufahrt im Fremdbesitz nur eine ist, ganz überwiegend war doch ein ehrliches Interesse und eine persönliche Rührung der Menschen zu spüren.

Zu diesem Besucherstrom am Tag der offenen Tür kommen stets die vielen Menschen hinzu, die in den letzten Wochen anlässlich der zahlreichen Gartroper-Menü-Abende an der sehr persönlichen zweistündigen Führung durch Park und Vorburg in die Kapelle und vom Gewölbekeller zum Söller des Herrenhauses teilnehmen. Bis zum Ende des Jahres werden dies nochmals rund 1500 Menschen sein.

Und natürlich gibt es unser Restaurant BLUMRATHS mit dem Küchenchef Thorsten Hauk und Christian Dörr und wahrscheinlich den schönsten Biergarten am Niederrhein und im Naturschutzgebiet Hohe Mark.

Wenn auch Sie sich über die Geschehnisse und Veranstaltungen in Schloss und Restaurant auf dem Laufenden halten wollen, wir schicken Ihnen gern unseren Newsletter.


Als ich mit meinen Kindern im Sommer 2004 über den Zaun zu einer unangemeldeten Besichtigung gestiegen bin, habe ich sofort gespürt, dass dieser Ort etwas Besonderes hat. Und ich meine nicht die besondere und aufwendige Architektur oder die Ausstrahlung, die eine Antiquität dieser Qualität nun einmal hat. Ich meine auch weniger die unvergleichliche Lage in der Lippeaue am südlichen Rand des Naturschutzgebietes Hohe Mark.

Ich habe damals schon gespürt, was mir in den letzten Wochen durch die Berührungen mit so vielen Menschen ganz offenherzig noch einmal nahe gebracht wurde, dass nämlich dieses Anwesen ein starker Identifikationspunkt in der Region ist und getragen wird durch die tiefe Verwurzelung in den Herzen so vieler Menschen.

Ich meine - stellvertretend für viele - die alte Dame, die in den sechziger Jahren als Köchin "beim Baron" gearbeitet hat und Ihren Enkeln stolz davon berichtet; den Herrn, der nach dem Krieg in der alten Kegelbahn untergebracht war und der dort auch geboren wurde; den Tischler, der über Jahrzehnte am Erhalt des Schlosses mitgearbeitet hat und stolz die Fotos aus der Zeit zeigt, und die Frau, die mir davon berichtet hat, dass sie zu Kindergartenzeiten mal an einer Besichtigung teilgenommen hat und heute noch das Bild von dem in der Halle hängenden Wildschwein vor Augen hat. 

Ich meine die vielen Menschen, die im Singelgraben am Waldrand das Schwimmen gelernt haben, die in der Kapelle getraut, getauft oder konfirmiert wurden. Ich meine die lebhaften und anrührenden Erzählungen der Familienmitglieder, die im Schloss gelebt, geliebt und getrauert haben und deshalb dort eine ganz besondere Verwurzelung haben. Und ich meine die Menschen, die über Jahrzehnte am Schloss vorbeispaziert sind und mit inneren Bildern eine lange Beziehung zum Schloss aufgebaut haben. Ich spreche von den Gartropern, die durch den Glockenschlag der Turmuhr über viele Jahre durch den Tag begleitet wurden.

Diese tiefe Verwurzelung des Schlosses in den Herzen so vieler Menschen, durch nahes und entferteres Erleben, gemischt mit gesundem Stolz und Heimatgefühl, macht mir Mut, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen, mit dem Ziel, das Schloss Gartrop zu einem zeitgemäßen und lebendigem Kleinod in der Region mit Identität stiftender Ausstrahlung zu entwickeln.

Und natürlich muß mit dem Leben, das entstehen soll auch Geld verdient werden. Das Schloss ist aus den umgebenden Ländereien herausgetrennt worden, die es über Jahrhunderte am Leben gehalten haben. Es muß also ein anderer Weg beschritten werden. Allerdings soll hier kein Disneyland entstehen, das oberflächliche Schlossgefühle bedient. Es soll ein Ort entstehen, an dem Menschen berührt werden, durch eine schlichte und aus dieser Sicht vornehme Architektur, durch Qualität, durch kulturelle Begegnungen und Begegnungen von Mensch zu Mensch, durch Möglichkeiten der Besinnung und Stille, durch Freude und Lebenslust am Feiern, sei es im weiß eingedeckten Barocksaal oder an Holzbänken im Biergarten.

Mein Dank gilt auch dem Architekten Martin Link, der in der Tradition seines Vaters Rolf Link mit einem besonderen Maß an Feinsinnigkeit, althergebrachtem und weit bewandertem Wissen um eine qualitative klassische Architektur an den Fundamenten für ein neues Leben am und im Schloss mitarbeitet.

Und mein Dank gilt vor allem Ihnen, den vielen Menschen, die mir Mut zusprechen und mir Glück wünschen. Mit Gottes Hilfe wird es gelingen.

Dr. Peter Blumrath

SCHLOSS GARTROP
SCHLOSSALLEE
46569 GARTROP-BÜHL (HÜNXE)

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